Preisverleihung

Der Preisverleihung im Wettbewerb »Excellence in Production« wird jedes Jahr mit besonderer Spannung entgegengesehen. Feierlich wird am Vorabend des Kolloquiums im Krönungssaal des Aachener Rathauses der Gesamtsieger zum »Werkzeugbau des Jahres« gekürt.

Die Preisverleihung findet am 13. November 2019 im Krönungssaal der Aachener Rathauses statt - am Vorabend des 19. Internationalen Kolloquiums »Werkzeugbau mit Zukunft«.

Wo früher ein Teil des Krönungszeremoniells römisch-deutscher Könige und Kaiser abgehalten wurde, werden heute Finalisten und Gesamtsieger im Wettbewerb »Excellence in Production« zum »Werkzeugbau des Jahres« gekürt

Wo früher ein Teil des Krönungszeremoniells römisch-deutscher Könige und Kaiser abgehalten wurde, werden heute Finalisten und Gesamtsieger im Wettbewerb »Excellence in Production« zum »Werkzeugbau des Jahres« gekürt

Erleben Sie mit, wie während der Abendveranstaltung in feierlicher Atmosphäre die Finalisten und Kategoriesieger geehrt werden und der Gesamtsieger im Wettbewerb »Werkzeugbau des Jahres« verkündet wird.

Dieser wird vor Branchenexperten, Pressevertretern und etwa 250 Zuschauern ausgezeichnet und erhält den begehrten Pokal.
 Preisverleihung im Wettbewerb »Excellence in Production« im Krönungssaal des Aachener Rathauses

Preisverleihung im Wettbewerb »Excellence in Production« im Krönungssaal des Aachener Rathauses

Nutzen Sie das feierliche Ambiente der Abendveranstaltung darüber hinaus, um persönlich mit Vertretern aus Wirtschaft, Forschung, Verbänden, Politik und Medien in Kontakt zu treten.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in Aachen!


Rückblick »Excellence in Production« 2018

Erneuter Sieger: Phoenix Contact ist Werkzeugbau des Jahres 2018

Wie schon vor zwei Jahren hat es der interne Werkzeugbau der Phoenix Contact GmbH & Co. KG wieder nach ganz oben auf das Siegertreppchen geschafft: Das Unternehmen aus Blomberg in Ostewestfalen-Lippe gewinnt abermals den Wettbewerbs »Excellence in Production« und ist damit Werkzeugbau des Jahres 2018.

Im vergangenen Jahr überreichte Dr. Sven Holsten, Leiter Werkzeugbau bei Phoenix Contact, den begehrten Preis noch an die Sieger der Festo Polymer GmbH – in diesem Jahr kehrt der Pokal zurück nach Westfalen: Phoenix Contact ist nun bereits zum zweiten Mal Gesamtsieger des Wettbewerbs »Excellence in Production« und trägt damit den Titel »Werkzeugbau des Jahres 2018«. Während einer feierlichen Preisverleihung im Krönungssaal des Aachener Rathauses vor rund 300 Gästen nahm Holsten am 7. November 2018 den Preis erneut stellvertretend für die Mitarbeiter des Unternehmens entgegen.

Der interne Werkzeugbau von Phoenix Contact gilt der Jury mit seiner proaktiven Technologieentwicklung in den Bereichen Industrie 4.0 und der additiven Fertigung als Innovationstreiber für die gesamte Phoenix-Gruppe. Besonders hervorzuheben seien der hohe Automationsgrad in der Fertigung durch die Nutzung mehrerer verfahrensgemischter Produktionszellen sowie die weltweite Transparenz über alle Projekte auf Tagesbasis durch den Einsatz des »Global Toolshop Information System« (GTIS). Die hohe Zukunftsorientierung des unternehmensinternen Werkzeugbaus zeige sich auch im besonders hohen Qualifikationsniveau und der konsequenten Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, erklärte Laudator Klaus Hilmer, Leiter Technologieentwicklung und Werkzeugbau beim Vorjahressieger Festo Polymer.

Phoenix Contact wurde 1923 als Handelsvertretung für Elektro-Produkte in Essen gegründet und verlagerte seinen Sitz im Jahr 1966 ins westfälische Blomberg bei Detmold. Zur Unternehmensgruppe zählen 14 Unternehmen sowie mehr als 55 eigene Vertriebsgesellschaften. Das Produktspektrum umfasst Komponenten und Systemlösungen für die Energieversorgung inklusive Wind- und Solartechnik, den Geräte- und Maschinenbau sowie den Schaltschrankbau. Nicht nur Schrauben, Kunststoff- und Metallteile, sondern auch hochautomatisierte Montagemaschinen, Stanz-Biege- und Spritzgießwerkzeuge fertigt das Unternehmen selbst. Das Leitwerk des globalen Netzwerks zum Bau von Spritzgießformen befindet sich am Stammsitz in Blomberg. Es handelt sich dabei um einen industrialisierten Werkzeugbau mit zwei Neuwerkzeugsegmenten und einem Service- und Reparatursegment. Das Produktportfolio umfasst Rapid Tools, komplexe Mehrkavitäten- und Schnellläuferwerkzeuge, Prototypen, Kleinserien sowie Beratungsdienstleistungen.

Auch bester interner Werkzeugbau mit mehr als 50 Mitarbeitern

Neben dem Gesamtsieg gewann Phoenix Contact auch die Auszeichnung in der Kategorie »Interner Werkzeugbau über 50 Mitarbeiter«. Als weitere Finalisten dieser Kategorie zeichnete die Jury außerdem die Unternehmen Gerresheimer MPS, TCC aus dem oberpfälzischen Wackersdorf, Oechsler AG aus Ansbach bei Nürnberg, TE Connectivity Germany GmbH aus Dinkelsbühl in Mittelfranken sowie Welser Profile GmbH aus Ybbsitz in Österreich mit einer Urkunde aus.

Sieger in der Kategorie »Interner Werkzeugbau unter 50 Mitarbeiter« ist die Harting Applied Technologies GmbH

Der Sieg in der Kategorie »Interner Werkzeugbau unter 50 Mitarbeiter« geht in diesem Jahr an die Harting Applied Technologies GmbH aus Espelkamp in Westfalen.

Zu den Stärken von Harting zählte die Jury neben dem strukturierten Strategieprozess, der bis ins Jahr 2023 hinausblickt und die Felder Produkte, Software, Unternehmen und Organisation umfasst, auch den hohen Automatisierungsgrad des Unternehmens. Dieser zeigt sich bei wesentlichen Bearbeitungsprozessen wie dem Fräsen, dem Senk- und Drahterodieren und reicht bis zur Verwendung eines selbstentwickelten Spannsystems, das die Rüstzeiten beim Drahterodieren deutlich verkürzt. Das Unternehmen zeichne sich insgesamt durch eine hohe Ergonomie in der gesamten Fertigung und Montage aus; vollständige Klimatisierung und höhenverstellbare Montagetische machen das Unternehmen zu einem vorbildlichen Arbeitgeber, so das Urteil der Juroren.

Die Harting Applied Technologies GmbH ist eine eigenständige Gesellschaft innerhalb der Harting-Technologiegruppe mit Sitz in Espelkamp. Sie entwickelt, konstruiert und fertigt Spritzgießformen, Druckgussformen für Aluminium und Zink sowie Stanz-Biege-Werkzeuge, Montagesysteme und Sondermaschinen. Im Werkzeugbau fertigt das Unternehmen mit 49 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hochpräzise und produktive Formen in Ein- und Mehrkomponententechnik. Die Bandbreite der Produkte reicht von großvolumigen Gehäusebauteilen für Steckverbinder aus Kunststoff und Aluminium bis hin zu Mikrospritzgießteilen mit höchsten Ansprüchen an die Oberflächengüte. Eine Spezialität ist außerdem die Herstellung von Spritzgießformen und die Entwicklung der zugehörigen Spritzgießprozesse für die Herstellung von Metall-Kunststoff-Verbundbauteilen.

Als weitere Teilnehmer haben es die Ensinger GmbH am Standort Cham in der Oberpfalz sowie die Hilti AG aus Schaan in Liechtenstein bis ins Finale geschafft.

Bester »Externer Werkzeugbau unter 50 Mitarbeiter« ist die Schülken Form GmbH

Gewinner in der Kategorie »Externer Werkzeugbau unter 50 Mitarbeiter« ist die Schülken Form GmbH aus Schwarzhausen in Thüringen.

Die Jury lobte bei Schülken Form vor allem die gute Integration des Werkzeugbaus in die vor- und nachgelagerten Kundenprozesse durch das strategische Angebot im Sinne von Komplettlösungen für den Kunden. Eine Besonderheit sei die gezielte Weiterentwicklung des Exportgeschäfts durch den Aufbau eines Servicestandorts in Russland und das überdurchschnittlich intensive Marketing im In- und Ausland. Die konsequente Nutzung eines ERP-Systems entlang der gesamten Auftragsabwicklung und die Implementierung einer durchgängigen CAx-Prozesskette, die alle Fertigungsschritte vollständig abbilde, honorierte die Jury als weitere Alleinstellungsmerkmale des Unternehmens.

Die Schülken Form GmbH ist 2015 aus der Ralf Grübel Werkzeugbau GmbH hervorgegangen, einem seit mehr als 50 Jahren bestehenden Formenbau am Standort Schwarzhausen. Um das vormals eher handwerklich orientierte Unternehmen zu einem wettbewerbsfähigen Werkzeug- und Formenbau weiterzuentwickeln, wurden in einem Zeitraum von nur neun Monaten zahlreiche Veränderungen auf organisatorischer und technologischer Ebene umgesetzt. Schülken Form fertigt heute mit 27 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf einer Produktionsfläche von rund 1000 Quadratmetern Spritzgießformen für die Herstellung von Verpackungen, Verschlüssen, Medizin-, Automotive- sowie Elektro- und Elektronikprodukten. Dabei handelt es sich um Hochpräzisionswerkzeuge, Mehrkomponentenwerkzeuge und Multikavitätenwerkzeuge mit Werkzeuggrößen bis zu 4000 Kilogramm.

Als weitere Finalisten in der Kategorie »Externer Werkzeugbau unter 50 Mitarbeiter« wurden die BBG GmbH & Co. KG aus dem schwäbischen Mindelheim und die Hanns Engl Werkzeugbau O.H.G. aus Bozen in Südtirol (Italien) ausgezeichnet.

Gewinner der Kategorie »Externer Werkzeugbau über 50 Mitarbeiter« ist die Christian Karl Siebenwurst GmbH & Co. KG

Bester »Externer Werkzeugbau über 50 Mitarbeiter« wurde die Christian Karl Siebenwurst GmbH & Co. KG aus Dietfurt in der Oberpfalz.

Die Christian Karl Siebenwurst GmbH & Co. KG zeichne sich durch ihre klare strategische Ausrichtung als Problemlöser mit einem modularen Gesamtkonzept und durchgängiger Prozesskette aus, erklärte die Jury. Mit seiner konsequenten Nutzung standardisierter Werkzeugtypen, -module und -komponenten sowie einer möglichst bedienerloser Maschinennutzung beim Drehen, Fräsen und Senkerodieren erziele das Unternehmen eine hohe Effizienz. Trends der Produktionstechnik werden bei Siebenwurst proaktiv und innerhalb von Kooperationen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen untersucht und aufgenommen, etwa zu Themenfeldern wie dem intelligenten Werkzeug oder künstlicher Intelligenz.

Gemeinsam mit der Christian Karl Siebenwurst GmbH & Co. KG hat sich eine Unternehmensgruppe entwickelt, die im Jahr 1897 mit der Gründung der Christan Karl Siebenwurst Modellbau und Formenbau GmbH & Co. KG. ihren Ursprung nahm. Mit inzwischen mehr als 700 Mitarbeitern erwirtschaften die Unternehmen einen Gesamtumsatz von mehr als 85 Millionen Euro an sechs Standorten in Deutschland sowie in Mexiko, China und den USA. Siebenwurst produziert in Dietfurt an der Altmühl Spritzgieß- und Druckgusswerkzeuge für 3D-Formteile aus Aluminium und Kunststoff und entwirft Lösungen für Sonderverfahren zur Herstellung großflächiger Bauteile. Als Partner der Automobilindustrie beliefert Siebenwurst seine Kunden nicht nur mit Werkzeugen und Formen, sondern begleitet den kompletten Produktentstehungsprozess von der Entwicklung über die Prototypen bis hin zur Serie.

Weitere Finalisten in dieser Kategorie waren die WEBO Werkzeugbau Oberschwaben GmbH aus Amtzell im Allgäu und die Wolpert Modell- und Formenbau GmbH aus Bretzfeld bei Heilbronn.